Montag, 26. Januar 2009

Es gibt Momente, die braucht wirklich kein Mensch. Oder Stunden. Abende. Die sind dann eher flaschen-smaragdgrün, wenn überhaupt. Und da fällt der Abschied überhaupt nicht schwer. Schade, ich hab hier ein schlichtes Gedicht, das hätte schön unter "auf (k)einen grünen Zweig kommen" gepasst, leider zu spät. Doch den Bloglesern möchte ich es nicht vorenthalten.

Versteh ich nicht (v. Vera Gold)

Wenn ich etwas sage,

Du verstehst nicht.

Was immer ich sage,
Du verstehst nicht.

Wie ich etwas sage,
Du verstehst nicht.

Wann ich etwas sage,
Du verstehst nicht.

Warum ich etwas sage,
Du verstehst nicht.

Warum gehst du dann nicht?
Versteh ich nicht.




Sonntag, 25. Januar 2009

Sollte ich mich je auf eine Festanstellung bewerben (sucht hier jemand eine Journalistin??!!), werde ich ausdrücklich auf mein Organisationstalent hinweisen. Von dem wusste ich bisher selbst nicht so recht. Im Ernst: Es ist eine bemerkenswerte Erfahrung, so einen Lesefrühling als Einzel"kämpfer" aus dem Boden zu stampfen. Ich glaub, da darf ich mir am Ende echt mal feste auf die Schultern klopfen und den Rest (das Gelingen) dem grünen Zufall überlassen. Frei nach dem Motto: Ich hab nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Arbeitstitel: Erfahrungswerte und Ich-Stärke ;-)

Freitag, 23. Januar 2009

Dreimal puh und uff, so ein Lesefrühling organisiert sich nicht mal eben smart aus der Hüfte heraus. War schon klar. Aber wenn ich sehe, was die Leute in Bayern auf die Beine stellen, wo mal eben ein Bus vom Landratamt zur Verfügung gestellt wird, damit sie nach Wickrath kommen können... Respekt! Immerhin stehen bis auf zwei die Lesungen soweit fest; die ein oder andere Terminbestätigung fehlt noch. Einige Autoren haben bereits zugesagt. SPONSOREN sind weiterhin Mangelware, einige Befragte halten Leseförderung für einen zu unsozialen Hintergrund - mon dieu! Demnächst gibt es dann auch die passende Homepage zur Veranstaltung. Bin ich derzeit auch noch völlig eingebunden, sickert allmählich doch ein Hauch Vorfreude durch. Vor allem auf das, mein, unser aller Buch - druckfrisch ab 13. März zum Leseverzehr geeignet.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Ja, heute in Blutrot. Nach einem überaus anstrengenden (Arbeits-)Tag voller Broterwerbschreiben habe ich nun, kurz vor der hoffentlich traumlosen Nacht, hier zu vermelden, dass private Miseren offenbar auch nach Jahren noch die gute Eigenschaft haben, kreative Menschen zu inspirieren. Zum Schreiben etwa. Flutschen da mal eben zwei Gedichte raus, vorgestern muss das wohl gewesen sein. Ein weiteres drängt schon hinaus, wahrscheinlich geht es dabei um Giftfrösche, die ihren Hass kübelweise verschütten. Ich glaube, ich würde einen Frosch, der mir einreden will, ein Prinz zu sein, weder an die Wand klatschen noch in der Hand halten (wie passend dazu mein Beitrag zu den Frühlings-Rollen, DAS nenn ich mal Intuition). Ich würde ihm raten, ein Frosch zu bleiben. Ein authentischer Frosch. Hassliebe, Liebeshass? Pfui Spinne, klingt beides abartig.
P.S. Bei einer Entmagnetisierung (treffender wohl ABmagnetisierung) verliert ein Dauermagnet seine magnetische Polarisierung ganz oder teilweise.
Frisches Grün zum Ende der Nacht, einmal rausgepustet.

Sonntag, 11. Januar 2009

Nun scheint es in großen Schritten voran zu gehen. Auch der Klappentext und das Vorwort sind erstellt, die Absagen mittlerweile erteilt (keine schöne Aufgabe). Hab ich schon erwähnt, dass etwa 150 Autoren mitgewirkt haben? Rund 77 werden im Buch vertreten sein, weil ihre Texte überzeugten. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Von Anfang an schwebte mir ein Buch möglichst ohne Frühlingskitsch vor. Güldene Sonnen, murmelnde Bächlein und perlende Vogelstimmen sind nix für mich, das würde mir auch keiner abkaufen. Ich denke, es ist eine gute Mischung aus Charme, Witz, Seriösität und Originalität in der Sammlung vertreten. Schlappen gilt es dennoch zu verdauen. Da lob ich mir meinen Broterwerb, genauer die Editorials, wo ich mich bei Bedarf entsprechend auslassen kann. Kaum hat jemand seine Unterstützung zum Lesefrühling zugesagt, springt ein anderer, vermeintlich Wichtiger, ab. Erfahrungswerte, darunter wird alles verbucht. Ich sehe mir immer mal wieder begeistert das Cover an, es ist in der Tat sehr sehr grün! Frau Deußen, Frau Schreiber, Herr Gradl - Respekt! Und wie gut, dass es dieses olle Plastikbadewannenkrokodil gibt.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Das Cover steht! Und es sieht soooo grün aus, richtig frühlingsfrisch-knackig-bissig, freu freu freu. Mein Beitrag steht auch endlich. Ist man dann einmal dran, fallen einem gleich zig Themen ein, die man - unbedingt - kreativ beackern möchte... könnte.

Mittwoch, 7. Januar 2009

Buchstaben schwimmen vor meinen Augen... gelesen, gelesen, gelesen. Sortiert. Eingeteilt. Zugesagt (abgesagt noch nicht) Kommentiert. Nachgefragt. Infos zugeordnet. Wieder nachgefragt. Korrigiert. Erfasst. Listen erstellt. Kopfdröhnen, Nasentriefen. Und doch ein Riesenstück weiter! Fühlt sich gut an. Details gibt es bald an dieser Stelle. Großen Dank an Jenso für die Unterstützung und Geduld. Die leider nicht ganz bis zum Ende reichten. Gute Besserung wünsche ich Dir und mir (wie kommst Du darauf, dass ich fit bin?). Dem Rest gute Nacht!

Donnerstag, 1. Januar 2009

Seufzen. Es ist wohl kein Zu-Fall, dass am heutigen letzten Tag des Jahres der Einsendeschluss für Beiträge zu meinem Buchprojekt angesetzt ist. All denen, die, wie ich, Silvester hassen, wünsche ich an dieser Stelle einen schmerzfreien Übergang. All denen, die, wie ich, allein in ihren vier Wänden hocken, weil sie es wollen, müssen oder nicht anders können, ein gutes Gelingen für das Kommende. Die nächsten Stunden werde ich mich vermutlich den Zeilen widmen. Meine Ohren werde ich auf taub stellen, wenn vorzeitig Kracher und Böller gezündet werden. Kurz vor Mitternacht drehe ich die Musik lauter und tue so als sei ein ganz normaler Tag. Das Telefon schalte ich auf besetzt. Wer weiß, vielleicht schreibe ich mich ja ins neue Jahr hinüber.